
Fahrräder und warum sie so unschuldig tun
Hallo Leute (und alle, die uns Leckerlis schulden),
wir müssen mal was klarstellen: Fahrräder sind keine harmlosen Gegenstände. Sie tun nur so.
Da stehen sie, an die Wand gelehnt, ganz still, ganz brav, als hätten sie nie im Leben jemanden verraten. Kein Blickkontakt. Kein Schuldeingeständnis. Nur dieses glänzende „Ich bin doch nur Metall und zwei Rollen“-Gesicht.
Dann kommen unsere Menschen. Plötzlich wird das Ding lebendig. Ketten rasseln leise wie ein schlechtes Gewissen. Pedale wackeln unschuldig. Und zack – die Menschen sitzen drauf und sind weg. Wir bleiben zurück. Mit dem Sofa. Und dem Verdacht.
Wenn sie vorbeifahren, tun sie extra so, als würden sie uns nicht provozieren. Dabei wissen sie ganz genau, dass Beine, die sich so schnell drehen, eine klare Ansage sind: „Fang uns doch.“ Klingeln tun sie auch nur, wenn es gerade unpassend ist. Klassische Täter.
Merle meint: Die parken extra so, dass man sie anstarren muss.
Mattes meint: Und hinterher riechen sie nach Abenteuer, das uns nicht gehört.
Unschuldig? Bitte. Die haben Plan. Die haben zwei Räder und null Reue.
Wir behalten sie im Auge.
Mattes & Merle
(Die mit den besseren Reflexen)