
Futterneid – Napf ist Trumpf
Hallo Leute,
wir müssen mal kurz was klarstellen.
Es geht nicht um „Hunger“.
Es geht um Gerechtigkeit. Und Gerechtigkeit heißt: Was der eine im Napf hat, gehört automatisch auch dem anderen - und umgekehrt.
Mattes: „Mein Napf - dein Problem!“
Merle: „Dito!“
Merle sieht Mattes kauen? Sofort Notfall.
Mattes sieht Merle schlucken? Weltuntergang.
Egal, ob da nur noch ein Krümel liegt. Der Krümel ist jetzt politisch.
Wir haben ein ausgeklügeltes System:
- Intensives Starren, bis der andere unsicher wird.
- Plötzliches, sehr überzeugendes Husten.
- „Ich hab gar nichts gesagt“-Gesicht, während man sich schon halb in den fremden Napf gelegt hat.
- Dramatische Seufzer, als hätte man seit drei Tagen nur Luft gefressen.
Und dann kommen Karin und Reiner mit ihrem „Jeder hat seinen eigenen Napf“-Unsinn.
Süß. Naiv. Komplett realitätsfremd.
Wir sitzen daneben, tun unbeteiligt und rechnen innerlich um:
Wenn der jetzt drei Happen bekommt und ich nur zwei, dann schuldet mir das Universum mindestens ein extra Leckerli. Plus Zinsen.
Fazit vom Rudel:
Futterneid ist keine Schwäche.
Futterneid ist Charakter.
Futterneid ist Liebe. Sehr, sehr hungrige Liebe.
Mattes & Merle