
Hitzewelle die Fünfte – Merle berichtet (leicht genervt, aber charmant)
Also hallo Leute! Geht’s noch? Hitzewelle Nummer fünf. FÜNF. Ich, Merle, kleine Hündin mit großem Herz und noch größerem Appetit, sitze hier und erwarte gefrustet die nächste Hitzespitze, die bereits kurz vor dem Anpfiff steht. Mir klebt schon jetzt das Fell am Körper und der Asphalt wird mir die Pfoten rösten. Freiheit? Ja bitte. Wilde Suchspiele? Immer. Aber bitte nicht, wenn es wieder so heiß ist, dass die Tauben schon halb gebraten durch die Luft fliegen.
Auto fahren wäre jetzt super – Klimaanlage, Wind im Fell. Stattdessen: Schatten, Wasser… Wasser. Ich stehe nicht unbedingt auf Nass. Aber Mattes, mein Rüde, mein Kuschelkumpel, Rauf- und Schmusepartner Nummer eins, geht da rein. Also gehe ich mit. Für ihn. Nur für ihn. Und danach extra lange schütteln, damit alle mitbekommen, dass ich das nur aus Liebe getan habe.
Papiertaschentücher stibitze ich trotzdem. Tauschgeschäft gegen Bio-Dinkel-Zwieback gilt auch bei über 30 Grad. Ich ziehe mich jetzt mal unter einen dichten Strauch zurück und spiele die Beschützerin des Hauses.
Liebe Leser: Die Fünfte ist da. Ich überlebe sie. Mit Tempo, wenn’s geht. Mit Würde, wenn’s nicht geht. Und mit der festen Absicht, sobald es abkühlt, die nächste Taube, das nächste Stöckchen und das nächste zerlegte Kuscheltier persönlich zu begrüßen.
Merle
(Ich sag‘s nicht laut, aber jetzt bin ich doch froh, dass ich und Mattes geschoren worden sind.)