Intelligenzspiel vs. Chaos
(Merle gewinnt immer)
Hallo hier spricht Mattes. Der kluge, gutaussehende Hund mit dem Luxus-Fell und dem Luxus-Gehirn. Der Hund, der weiß, wie man mit einem einzigen Blick den Leckerli-Vorrat manipuliert und die Menschenfreunde dazu bringt, genau den Ball zu werfen, den ich gerade im Sinn habe.
Heute möchte ich mal über etwas sprechen, das mich täglich an den Rand des Wahnsinns (und gleichzeitig zum Grinsen) bringt: Intelligenzspiel vs. Chaos. Und zwar mit meinem persönlichen Lieblings-Chaos-Girl: Merle
Der Intelligenzspiel-King (ich)
Ich liebe Intelligenzspiele. Wisst ihr, diese Dinger, wo man Pfoten drauflegt, Schubladen aufschiebt, Bälle in Löcher schubst und wo am Ende eine Belohnung rauskommt. Ich bin ein Naturtalent. Während die Menschenfreunde noch die Anleitung lesen, habe ich das Ding schon dreimal gelöst. Ich schaue, ich denke, ich handele. Präzise. Geschmeidig. Mit Stil.
Manchmal lasse ich meine Leute extra lange zappeln, nur damit sie denken, ich wäre herausgefordert. Dann löse ich das Rätsel in drei Sekunden und gucke sie mit diesem „War’s-das-schon-Blick?“ an.
Die Chaos-Queen (Merle)
Und dann kommt Merle. Die Königin.
Merle hat eine andere Herangehensweise ans Leben: Vollgas, null Plan, maximaler Spaß. Wenn ich ein Intelligenzspiel vor mir habe, setzt sie sich daneben, schaut es zwei Sekunden an und entscheidet dann: „Das Ding sieht aus, als wollte es gekaut werden.“
Sie rammt es mit der Nase um. Sie springt drauf. Sie schleudert es durch die halbe Wohnung. Irgendwann fällt tatsächlich ein Leckerli raus – meistens, weil das Spiel kaputtgegangen ist. Und wisst ihr, was das Schlimmste ist?
Sie freut sich genauso sehr wie ich.
Während ich stolz dasitze mit meiner sauber gelösten Aufgabe, liegt Merle schon auf dem Rücken, wedelt wie verrückt mit dem Schwanz und hat das demolierte Spielzeug halb im Maul. Und die Leute? Die lachen sich kaputt und loben sie.
Ich sitze daneben und denke: Ich habe gerade Quantenphysik für Hunde betrieben und du hast einfach nur Chaos gemacht. Und du gewinnst?
Warum Merle immer gewinnt
Weil Merle eben Merle ist.
Sie muss nicht clever sein. Sie muss nur Merle sein. Mit ihrem riesigen Herzen, ihrem noch riesigeren Zerstörungstrieb und dieser unfassbaren Fähigkeit, jeden Raum in eine Tobezone zu verwandeln. Sie gewinnt nicht, weil sie schlauer ist. Sie gewinnt, weil sie einfach eine Draufgängerin ist.
Ich plane. Ich analysiere. Ich optimiere meine Strategie für maximalen Leckerli-Ertrag bei minimalem Energieeinsatz.
Merle sieht einen Ball und denkt: „BALL!“ Und schon ist der ganze Raum ein einziges Happyness.
Manchmal, wenn keiner guckt, schiebe ich ihr heimlich mein Intelligenzspiel rüber. Nur um zu sehen, wie sie es in unter zehn Sekunden in seine Einzelteile zerlegt. Und dann… dann muss ich lachen. Mit dem ganzen Körper. Schwanzwedeln inklusive.
Fazit von dem klugen Rüden
Intelligenz ist toll. Sie bringt Respekt, Bewunderung und manchmal sogar extra Leckerlis.
Aber Chaos? Chaos bringt Freude. Pure, ungebremste, sabbernde Lebensfreude.
Und vielleicht – ganz vielleicht – habe ich von Merle mehr gelernt als sie von mir. Nämlich, dass man manchmal einfach nur losrennen muss, ohne zu wissen, wo der Ball landet.
Euer Mattes,
(der gerade wieder ein neues Intelligenzspiel auspackt, während Merle im Hintergrund schon die Verpackung zerfetzt.)