Warum unsere Menschen uns beide brauchen
Hallo Leute hier ist Merle – die offizielle Chaos-Managerin des Hauses!
Ich sitze gerade auf dem Sofa und beobachte meine Menschen, wie sie versuchen, einen ruhigen Moment zu genießen. Neben mir liegt Mattes. Der liegt da wie ein nasser Sack Kartoffeln und atmet so entspannt, als hätte er gerade eine Woche Yoga hinter sich. Typisch.
Und wisst ihr was? Ich hab’s kapiert. Meine Menschenfreunde brauchen uns beide. Mich und dieses lebende Sofakissen Mattes. Sonst wäre das hier ein Desaster.
Ich bin Merle. Die mit dem Turbo in der Birne. Der Schwanz, der nie stillsteht. Die, die morgens um 6:17 Uhr beschließt, dass JETZT der perfekte Zeitpunkt für ein Wettrennen durch die Wohnung ist – inklusive Slalom um die Beine meiner Menschen. Ich bringe Action! Ich bringe Leben! Ich bringe pure Freude!
Ohne mich würde meine Leute wahrscheinlich noch im Bett liegen, wenn die Sonne schon lange untergegangen ist. Ich bin ihr persönlicher Wecker mit Fell, ihre Motivationskanone. Ich sorge dafür, dass sie täglich mindestens 10.000 Schritte machen – meistens, weil ich den Ball in die entfernteste Ecke des Wiese geschossen habe und sie hinterher dürfen.
Und dann kommt Mattes ins Spiel. Mein ruhiger, weiser, leicht überforderter Rüde. Der Typ, der bei Gewitter einfach nur tiefer in die Decke kriecht und denkt: „Alles halb so wild, Leute.“ Während ich wie ein Kugelblitz durch die Bude jage und versuche, die Donner zu verbellen, liegt Mattes da und strahlt so eine Zen-mäßige Ruhe aus, dass selbst meine Menschenfreunde wieder runterkommen.
Allein wäre jeder von uns eine Katastrophe.
Nur mit mir? Meine Menschen wären nach drei Tagen nervliche Wracks. Dauernd „Merle, SITZ! Merle, AUS! Merle, das war der dritte zerkaute Ball diese Woche!“ Nur mit Mattes? Meine Leute würde wahrscheinlich irgendwann mit ihm zusammen im Tiefschlaf auf dem Sofa vergammeln und die Welt komplett vergessen. Kein Spaziergang, kein Spiel, nur stilles Daliegen und Staub ansammeln.
Zusammen sind wir unschlagbar. Ich bin das Chaos, das alle auf Trab hält. Mattes ist der Notfall-Bremser, der die Menschenfreunde wieder runterholt, wenn ich über die Stränge schlage. Ich bringe das Lachen (und das „Warum liegt da jetzt ein Kissen im Flur?“). Mattes bringt die Kuschelruhe und dieses tiefe Seufzen, bei dem meine Menschen sofort entspannen.
Abends, wenn ich endlich mal eine halbe Minute still liege (weil ich mich komplett verausgabt habe), Mattes neben mir döst und meine Menschenfreunde zwischen uns sitzen – dann sehe ich es in ihren Augen. Diese Blicke, die sagen: „Mit euch Verrückten ist das Leben genau richtig.“
Also ja. Sie brauchen uns beide.
Die kleine Rakete mit Fell.
Und den professionellen Entspannungstrainer mit Schlappohren.
Ohne uns wäre sie verloren.
Mit uns sind sie… na ja… wenigstens schön müde.
Eure hyperaktive Merle (und der meditierende Mattes)